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Trachtenkapelle Lautenbach servierte achtgängiges Musikmenü vom Feinsten

 

Willi Keller zeigte Klasse als Moderator

In das süße Leben Italiens entführte die Trachtenkapelle Lautenbach am Samstagabend ihre Besucher, die sich zahlreich in der schön geschmückten Neuensteinhalle eingefunden hatten. Unter dem Motto "Bella Italia- La dolce vita" präsentierte die Kapelle unter der Leitung ihres neuen Dirigenten Ralf Breßlein herrliche Melodien, die das Regenwetter draußen vergessen ließen.

Lautenbach. Weg mit den trüben Gedanken! In der schön geschmückten Neuensteinhalle in Lautenbach wurden die zahlreichen Besucher am Samstagabend mit auf die musikalische Reise ins frühlingshafte Italien genommen. Mit beeindruckenden Klängen gelang es den Musikern, die Zuhörer für zwei Stunden zu fesseln und in Urlaubsstimmung zu versetzen. Mit Willi Keller hatte die Kapelle einen Reiseführer engagiert, der mit wunderbarem Sprachwitz und viel Hintergrundwissen zu begeistern wusste. Keller bot im Namen der Musiker ein achtgängiges musikalisches Menü an, das von anregenden Appetithappen über einen voluminösen Hauptgang bis zum delikaten Dessert keine Wünsche offen ließ.

Feierlicher Auftakt war die italienische Nationalhymne "Il Canto degli Italiani". Bravourös meisterte die Trachtenkapelle Lautenbach unter der Leitung von Ralf Breßlein im Anschluss die Ouvertüre zur Oper "Nebukadnezar" von Guiseppe Verdi. Das Werk, das das Freiheitsbestreben des jüdischen Volkes aus der babylonischen Gefangenschaft musikalisch aufgreift, besticht durch seinen gewaltigen Einsatz, in dem sich erst sanft und später kraftvoll die Melodie des Gefangenenchors einspinnt. Der Kapelle gelang es, die Stimmung der Musik sehr treffend und mit feinem Gespür zu interpretieren.

Den nächsten Gang "La Pulce d`Acqua" - der Wasserfloh- könne er leichten Herzens auch für figurbewusste Personen empfehlen, meinte Willi Keller. Selbst "Weight Watchers" würden dieser Speise den Vorzug geben. Stefanie Welle und Isabelle Leopold servierten sie als Solisten auf ihren Querflöten mit schlichter Schönheit.

Das abgeänderte  Rezept Loriots "Nilpferd in Burgunder" wurde im nächsten Gang als "Gladiator" a la Italia mit Oliven serviert. Der gehaltvolle Gang wurde mit viel Percussion- Einsatz gewürzt und mit intensivem Klangspiel verfeinert.

Gut zu verdauen war "Inglesina"- die kleine Engländerin- in einem Sud aus flottem Marsch, pikant und luftig zugleich.

Nach der Pause durfte das Publikum im "Concerto D`Amore" schwelgen, das mit barockem Aufgang, poppigem Mittelstück und swingendem Abgang eine spritzige Note beinhaltete.

Musik zu 500 Filmen hatte Ennio Morricone komponiert. Ihm widmete die Kapelle einige schöne Momente musikalischer Grüße aus der Küche, bevor ein Medley  mit Hits von "Eros Ramazzotti in Concert" so einige Zuhörerherzen höher schlagen ließ.

Mit einer Auswahl feinster Desserts in Form von "Italio Pop Classics" ging der musikalische Abend zu Neige, bevor die Musiker mit dem "Florentiner Marsch" sich zünftig verabschiedeten. Eines stand für die Besucher außer Frage: Ralf Breßlein, der dieses ausgewogene Menü zusammengestellt hatte, hatte die Feuerprobe als neuer Dirigent der Trachtenkapelle glänzend bestanden.

Ehrungen: Im Rahmen des Frühlingskonzertes konnte Vorstand Wolfgang Birk einige hochkarätige Jubiläen vornehmen. Für 30 Jahre aktives Musikerleben wurde Martin Rendler geehrt, der als hervorragender Trompeter für die Kapelle genau so unersetzlich sei wie dessen Engagement in der Vorstandschaft. von 1999 bis 2008 war er einer der Vorsitzenden im Dreierteam, betonte Birk. Ebenfalls 30 Jahre dabei ist Stefan Rendler, der aktuell neben Wolgang Birk und Wolfgang Streif die Geschicke der Kapelle leitet. Seit 1993 arbeite er in der Vorstandschaft, seit 2008 sei er einer der Vorsitzenden des Dreiergestirns. Neben der Arbeit in der Vorstandschaft liege ihm auch die Jugendarbeit sehr am Herzen. Viele Posaunen- Zöglinge seien durch seine Schule gegangen. Als Schlagzeuger sei Markus Huber für den Verein seit 30 Jahren unersetzlich. Auch in sonstigen Einsätzen sei er immer zur Stelle. Für 25 Jahre aktive Mitgliedschaft wurde Helmut Schweiß geehrt. Obwohl er seit vielen Jahren beruflich in Stuttgart tätig sei, habe er der Trachtenkapelle mit seinem Tenorhorn die Treue gehalten, betonte Wolfgang Birk. Den Glückwünschen schloss sich auch Bürgermeister Karl Bühler an, der in seiner Funktion als Vertreter des Acher- Renchtal-Musikverbands Helmut Schweiß mit einer Urkunde und der Ehrennadel in Silber ausstattete. Bühler lobte das hohe Niveau der Kapelle und den herausragenden Einsatz der Jubilare für den Verein. 

 

Termine

Sa Dez 14 @18:00 -
Jugendkonzert
Di Dez 24 @16:00 -
Konzert unterm Christbaum

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